Probennahme mit einem Schlauchboot auf dem Rhein (Foto: Daniel Pröfrock / Hereon)

Analysis Node

Innerhalb von DANUBIUS-RI spielt eine innovative, effiziente und maßgeschneiderte Probenahme, Analytik und Datenauswertung eine zentrale Rolle. Die Koordinierung und Harmonisierung dieses Aufgabenbereichs werden vom Analysis Node übernommen. Die Expertise des Analysis Node und der Zugang zu modernen, gut ausgestatteten Forschungsinfrastrukturen und Laboren ermöglichen es, Probenahmestrategien und Analysemethoden auf umfassender Datenbasis zu testen und für Fluss-Meer-Systeme anzupassen.

Übersicht
  • Koordination: Technische Universität Dresden, Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik und Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft bzw. Center for Advanced Water Research – CAWR (Wasserforschungsbereiche von TUD und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ)
  • Kooperationen: Flussgebiets-Monitoring in TERENO (“Terrestrial Environmental Observatories”) - Observatorium Harz/Mitteldeutsches Tiefland; MOSES („Modular Observation Solutions for Earth Systems“); Urbanes Observatorium Dresden (Monitoring urbaner Wassersysteme); Anbindung an LTER (Long-Term Ecological Research)
Herausforderungen
  • Maximale Informationen mit minimiertem Aufwand: Entwicklung maßgeschneiderter Messkonzepte für komplexe Fluss-Meer-Systeme, die eine möglichst ökonomische und effiziente Erhebung zeitlich und räumlich hoch aufgelöster Daten ermöglichen. Dazu müssen Routinemessungen, ereignisbezogene Messungen und Messkampagnen sowie Experimente bestmöglich kombiniert werden;
  • Ganzheitlicher Überblick über den aktuellen Zustand des Oberflächenwasserkörpers unter Einbezug aller Disziplinen;
  • Identifikation kritischer Zustände und Erstellung von Trendanalysen, die Aufschluss über Gradienten und deren Veränderung bezüglich einzelner Schadstoffe und Schadstoff-Cluster geben;
  • Generierung von Daten-Input für Szenarien-basierte Prognosen der Entwicklung des Schadstoffeintrags und der Gewässerqualität und für Stoffflussmodelle als Grundlage für die Bewertung der Wirksamkeit von Maßnahmen (in Kooperation mit dem Modelling Node);
  • Relevanz kontinuierlicher versus akuter Auswirkungen: Die Einflüsse langfristiger Trends vs. ereignisinduzierter Effekte auf Oberflächengewässer sind schwer voneinander abzugrenzen, daher müssen ereignisbasierte Messungen und Messkampagnen durchgeführt werden, die die Dynamik von Ereignissen auflösen;
  • Identifikation und Quantifikation neuartiger Schadstoffe;
  • Quantifizierung der Abbauraten von Schadstoffen: Entwicklung von Methoden zur bootgestützten kontinuierlichen Messung mit Online-Sensorik entlang der Längsachse von Fließgewässern (Langrange-Messprinzip);
  • Verbesserte Quellenidentifikation und –zuordnung für sedimentgebundene Schadstoffe durch innovative Fingerprinting Methoden.
Forschungsschwerpunkte
  • Entwicklung innovativer Probenahme-, Analyse- und Messmethoden und –konzepte für Fluss-Meer-Systeme,
  • Integration aller relevanten Disziplinen zur ganzheitlichen Bewertung des Gewässerzustandes von Fluss-Meer-Systemen: Hydrologie, Geohydromorphologie, Chemie, Ökologie/Biologie, Ökotoxikologie und Bio-Pollutants/Hygiene,
  • Untersuchung des Informationsgehaltes von Daten als Funktion der zeitlichen Auflösung,
  • Bewertung des Informationsgehaltes zeitlich hoch aufgelöster (online) Messungen von Indikatorsubstanzen,
  • Entwicklung einer Strategie zur Ergänzung ortsgebundenen Samplings mit Lagrangian Sampling zur Verbesserung der Informationsdichte,
  • Entwicklung einer koordinierten Probenahmestrategie und eines entsprechenden maßgeschneiderten Probenahme-Protokolls für alle Disziplinen.
Services
Prof. Jürgen Stamm
Prof. Jürgen Stamm

Leiter Analysis Node

Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik, Technische Universität Dresden

+49 351 463 - 34397

E-Mail Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Peter Krebs
Prof. Dr.-Ing. Peter Krebs

Leiter Analysis Node

Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft, Technische Universität Dresden

+49 351 463 - 35257

E-Mail Kontakt
Dr. Mareike Braeckevelt
Dr. Mareike Braeckevelt

Koordination Analysis Node

Center for Advanced Water Research CAWR, Technische Universität Dresden

+49 351 463 - 40546

E-Mail Kontakt